24.08.10 electra 2010: Auf Erfolgskurs
 
       
 


Die angespannte Konjunktur sorgte 2009 bei den Wärmepumpen für einen leichten Absatzrückgang. Bei den installierten Wärmepumpen wächst der Anteil der „reversiblen“ Modelle, also Wärmepumpen, die auch kühlen können.


Für 2009 verzeichnet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) mit 54.800 verkauften Wärmepumpen einen leichten Rückgang der Absatzzahlen gegenüber dem Vorjahr. Wurden auch 2009 gut 7.000 Wärmepumpen weniger verbaut als im Vorjahr, so sind doch mittlerweile insgesamt rund 334.000 Wärmepumpen in Deutschland installiert. Dabei ziehen mehr als 55 Prozent der 2009 verkauften Heizungswärmepumpen Wärme aus Erdreich und Grundwasser und 44,6 Prozent der verkauften Wärmepumpen nutzen die Wärme der Umgebungsluft.

Nach dem regelrechten Wärmepumpen-Boom 2008 mit einer Absatzsteigerung von mehr als 30 Prozent fällt die Bilanz für das vergangene Jahr eher verhalten aus. Den leichten Rückgang begründet Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des BWP, mit der schlechten Wirtschaftslage: „Der Rückgang von fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes belegt die momentane schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland. Auch im Baugewerbe haben wir natürlich rückläufige Zahlen, das macht sich bei allen bemerkbar – nicht nur bei der Wärmepumpe.“

Marktverzerrung durch kurzfristige Trends


Außerdem führten laut Waning die zwischenzeitlich stark gesunkenen Gas- und Ölpreise zu einer Marktverzerrung: „Kurzfristige Trends haben immer noch einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung für eine Heizung, an die man sich 20 bis 30 Jahre bindet.“ Waning meint, dass „die reine Marktwirtschaft hier versagt“ und wünscht sich „starke zusätzliche Anreize aus der Politik.“

Erheblich zugenommen hat laut BWP die Anzahl der reversiblen Wärmepumpen, die nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen verwendet werden können. Die Absatzzahlen stiegen im Vergleich zu 2008 um mehr als 40 Prozent auf 1.500 Geräte.



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