Die Elektroindustrie darf aufatmen: Seit Ende letzten Jahres wachsen die Ausfuhren wieder. Auch für die nächsten Monate ist die Branche optimistisch. Asien zeigt sich dabei als Zugpferd.
Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie haben sich im vergangenen Dezember weiter stabilisiert. „Sie sind sogar um zehn Prozent gestiegen. Dies war der erste Zuwachs im Vorjahresvergleich seit Sommer 2008“, betonte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann laut einer Pressemitteilung Ende Februar. Im gesamten vergangenen Jahr sind die Elektroexporte um 16 Prozent auf 120 Milliarden Euro zurückgegangen. Da die Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt deutlich stärker ausfielen, hat die Elektroindustrie 2009 von allen Industriebranchen am meisten exportiert. Für 2010 rechnet der ZVEI mit einer Erholung der Elektroausfuhren in einer Größenordnung von etwa fünf Prozent und der Produktion insgesamt um drei bis vier Prozent.
Die Exporterwartungen bleiben auch im Februar weiter aufwärts gerichtet. Per Saldo geht ein Fünftel der Elektrounternehmen von einer Belebung des Exportgeschäfts in den nächsten drei Monaten aus.
„Besonders deutlich zogen die Exporte nach Asien an: Die Elektroausfuhren nach China und Indien legten im Dezember jeweils um rund ein Viertel gegenüber Vorjahr zu“, sagte Dr. Gontermann. Auch in die EU-Staaten und nach Südostasien wurden erstmals wieder vergleichsweise kräftige Zuwächse gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat erzielt.
Im Gesamtjahr 2009 blieben die Ausfuhren in fast alle wichtigen Abnehmerländer bzw. -regionen rückläufig. Eine Ausnahme von dieser Entwicklung bilden neben den Exporten nach China und Indien lediglich die Ausfuhren in den Nahen Osten.
Erleichtert wurden die Ausfuhren durch die Verbilligung des Euro gegenüber dem Dollar. Da eine Reihe wichtiger Währungen an den „Greenback“ gekoppelt ist, so auch der chinesische Renminbi Yuan, wertet der Euro derzeit auch ihnen gegenüber ab.
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