Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) weist erneut darauf hin, dass moderne Automatisierung erheblich Energie spart und auch die Umwelt schützt.
Mit moderner Automatisierung können in Industrieanlagen in Deutschland bis zu 25 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. „Damit hilft die Automatisierung, dass trotz steigender Energiepreise energieintensive Unternehmen und damit zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland verbleiben“, sagte Michael Ziesemer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Messtechnik und Prozessautomatisierung und Vorstand der Endress+Hauser Gruppe. Die 234.000 Beschäftigten in der Automatisierungsindustrie trügen bereits jetzt dazu bei, dass rund drei Millionen Arbeitsplätze in energieintensiven Branchen wie Chemie, Pharmazie, Stahl, Kupfer und Zement in Deutschland Bestand haben. Zugleich werde so entscheidend zum Klimaschutz beigetragen.
„In industriellen Prozessen sind hohe Energieeinsparungen möglich, weil hier besonders viel Energie eingesetzt wird, so in der Chemieindustrie. Ziel muss die Smart Plant sein“, betonte Ziesemer. In der Industrie seien durch intelligente Automatisierungslösungen Treibhausgas-Einsparungen in Höhe von 43 Millionen CO2-Äquivalenten möglich. Das entspreche den jährlichen Kohlendioxyd-Emissionen von sieben großen Steinkohlekraftwerken. Damit ließen sich elf Prozent des CO2-Ausstosses des industriellen Sektors in Deutschland vermeiden.
Investitionen lohnen sich
„Die dafür nötigen Investitionen und Anstrengungen lohnen sich für die Unternehmen“, betonte Ziesemer, „denn sie amortisieren sich schon vielfach innerhalb eines Jahres“.
Aktuell durchgeführte Projekte, die von Elektrogroßhändlern der DEHA betreut werden, beweisen, dass diese Ziele tatsächlich erreicht werden können. Eine präzise Analyse der Prozesse im Vorfeld ist allerdings die Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg der Maßnahmen.
Die Automatisierung bietet vielfältige Einsparmöglichkeiten. Industrielle Prozesse lassen sich besser überwachen und steuern, so dass Fehler und Schäden vermieden und die Wartung erleichtert werden, beispielsweise bei Chemie- oder Kläranlagen. Damit sinkt der Energieeinsatz. Ein entscheidendes Mittel zu größerer Energieeffizienz ist die bedarfsabhängige Steuerung von Anrtrieben, Ventilen, Pumpen und Kompressoren, zum Beispiel bei Raffinerien.
Von der Politik verlangte Ziesemer, bei Beschaffungen der öffentlichen Hand immer auf die Lebenszyklus-Kosten von Geräten und Anlagen zu achten und nicht nur auf den Anschaffungspreis.
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