24.08.10 electra 2010: Auf Erfolgskurs
 
       
 


Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hat die Ergebnisse seiner Frühjahrs-Umfrage veröffentlicht. Danach ist der ZVEH-Index für Zukunftsaussichten um zehn Punkte gestiegen.


Auch im Rückblick sieht es gut aus: Das schwierige Jahr 2009 haben die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe weitgehend gut gemeistert. Die Zahl der Mitarbeiter blieb nahezu unverändert: 2009 beschäftigten die 75.635 Elektrounternehmen in Deutschland 317.300 Personen, darunter rund 41.000 Auszubildende. Sie erwirtschafteten 2009 laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes einen Umsatz von 32,56 Milliarden Euro. Das sind 4,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Mit diesem Umsatzergebnis bewegten sich die Elektrofachbetriebe zum Ende des Krisenjahres wieder auf dem - als gut zu bezeichnenden - Niveau vom Jahreswechsel 2007/2008.

Im Vergleich zum Gesamthandwerk überdurchschnittlich

Mit ihrer Jahresbilanz 2009 liegen die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe im Vergleich zum Gesamthandwerk über dem durchschnittlichen Jahresergebnis. Die Unternehmen der Handwerkswirtschaft machten 2009 insgesamt fünf Prozent weniger Umsatz und hatten 1,5 Prozent weniger Beschäftigte als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter in den elektro- und informationstechnischen Handwerksbetrieben verringerte sich im gleichen Zeitraum laut der Bundesstatistik lediglich um 0,4 Prozent.

Guter Dinge in die kommende Saison

Die Elektrohandwerke gehen guter Dinge in die kommende Saison. Laut den Ergebnissen der Konjunkturumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vom Frühjahr 2010 haben sie die Krise gut überstanden. 80 Prozent der Betriebe bewerten ihre gegenwärtige Geschäftslage als „befriedigend“ oder „gut“.

Im Vergleich zum Frühjahr 2009 hat sich die Stimmung markant erholt, Krisenängste scheinen nachhaltig überwunden. Der aktuelle ZVEH-Geschäftsklimaindex hat sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis um sechs auf 56 Punkte verbessert. Mit diesem Wert verstetigt sich die Erholung, die sich bereits im zurückliegenden Herbst abzeichnete.

Im Westen etwas mehr Optimismus

Diese anhaltend positive Entwicklung stärkt auch die Aussichten auf die kommenden Sommermonate. Der Indexwert für die Erwartungen an die Geschäftslage ist im Vergleich zum Frühjahr 2009 gesamt um zehn auf 45 Punkte gestiegen. Dabei äußern sich die Firmeninhaber in den westlichen Bundesländern optimistischer als ihre Kollegen im Osten: In den alten Bundesländern gehen 79 Prozent davon aus, dass die Geschäftslage stabil bleibt oder sich bessert, in den neuen Bundesländern sind dies 74 Prozent.

Der positive Trend wirkt sich günstig auf die Personalsituation aus. 78 Prozent - im Osten sind es sogar 83 Prozent - der befragten Unternehmen setzen darauf, dass sie ihre Angestellten unverändert weiter beschäftigen können. Neun Prozent wollen Mitarbeiter aufstocken, 15 Prozent (Frühjahr 2009: 12 Prozent) melden offene Stellen. Die Umfrage ergab, dass sich in erster Linie der Auftragsbestand von privaten Auftraggebern und der öffentlichen Hand wieder leicht erhöht hat. Die Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft vermehren sich indes nur schleppend.



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